Die geseztlichen Anforderungen zur Barrierefreiheit sind nicht bloß ein Kostenfaktor sondern bieten praktische Vorteile, wenn sie richtig umgesetzt werden.
Curb Cut Effect
Der curb cut effect (wörtlich „Effekt der abgesenkten Bordsteinkante“) besagt, dass Barrierefreiheit nicht nur den ursprünglichen Adressaten zugutekommt, sondern auch Barrieren für die Allgemeinheit abbaut.
Im namensgebenden Beispiel profitieren neben Rollstuhlfahrern beispielsweise auch Eltern mit Kinderwagen oder Personen mit Schubkarren. Ein weiteres Beispiel sind Untertitel, die von vielen Menschen verwendet werden, die keine Beeinträchtigung ihres Hörvermögens haben.
Unternehmen, die hier überlegt handeln, können so Hürden abbauen und die Benutzerfreundlichkeit für Ihre Kunden verbessern.
Barrierefreiheit betrifft uns alle
Im Laufe des Lebens erlebt fast jeder von uns eine körperliche Einschränkung. Manche sind glücklicherweise temporär, wie nach einem Ski-Unfall oder bei manchen Erkrankungen. Doch vor allem im Alter kann es zu einer Vielzahl von dauerhaften Beeinträchtigungen kommen, unter anderem denen des Bewegungsaparats und beim Sehvermögen kommen.
In Hinblick auf eine alternde Gesellschaft ist Barrierefreiheit auch eine Investition in die Zukunft.
Software- und Datenqualität
Ein wichtiger Bestandteil der Barrierefreiheit ist die klare Strukturierung von Informationen und Interaktionen. Erfahrungsgemäß führt das auch zu besserer Testbarkeit von Webseiten und Mobilanwendungen und somit zu mehr Software-Qualität.
Klare semantische Strukturen bilden auch die Grundlage moderner KI-Anwendungen, wie RAGs für internes Wissensmanagement oder Kundensupport-Systeme.